16 KiB
Sicherheitsmodell
Accepted Risk: dokumentierte externe Entscheidung
Ergaenzung 2026-09-10: Der lokale Accepted-Risk-Dialog speichert begruendete, befristete Entscheidungen mit Verantwortlichen, separater Freigabedokumentation, Massnahmen, Wiedervorlage und vollstaendiger Versionshistorie im bestehenden Review-JSONB. Der eigene Same-Origin-Endpunkt prueft Projektzugehoerigkeit, Pflichtangaben und erwartete Revision; die Repository-Transaktion haengt eine serverdatierte Version an. Allgemeine Reviewaenderungen duerfen die vorhandene Historie nicht ersetzen. Originalbefunde und technische Bewertungen bleiben erhalten.
Namen und Freigabereferenzen sind Angaben zu einer externen Entscheidung, keine authentifizierten Signaturen. Das Formular verifiziert weder Personen noch Nachweisinhalte oder Freigabeberechtigungen. Referenzen bleiben inerter Text; es gibt keine neuen Uploads, Netzfreigaben oder externen Dienste. JSONB-Historie und Revisionsschutz sind kein Schutz gegen Datenbankadministratoren und kein unabhaengiges Aufbewahrungsarchiv. Bestehende Loeschregeln bleiben anwendbar. SSO, Rollen, verbindliche Freigaberegeln und manipulationsnachweisbare Aufbewahrung bleiben Voraussetzungen fuer den Firmenbetrieb in Phase 14. Details und die geplante normalisierte Ablage stehen in RISK_ACCEPTANCE.md.
Lokale Datenverarbeitung
HTML-Parser-Nachhaertung 2026-09-09: Attributnamen und -werte werden linear gelesen, einschliesslich langer wertloser beziehungsweise fehlerhafter Attribute. Dies vermeidet quadratisches Regex-Backtracking vor der eigentlichen Extraktion. PingCastle-Verweisziele werden pro unveraendertem Markup indiziert; doppelte Definitionen bleiben mehrdeutig, Zielreihenfolge und Quellpositionen erhalten. Die Indizes leben nur im aktuellen Import. Workerzeit, Speichergrenzen und Netzwerk-/Persistenzberechtigungen werden nicht erweitert. Der im Screenshot gezeigte Report wurde nicht gelesen; die Reproduktion verwendet synthetische Daten.
ASSESSOR besitzt zwei kontrollierte lokale Betriebsarten:
- Im empfohlenen Browserbetrieb liefert das lokale Node.js-Backend die React-App
und
/api/v1vom selben Ursprung aus. Dateien werden ausschließlich an diesen lokalen Ursprung übertragen und dort verarbeitet. - Im Vite-Entwicklungs- oder optionalen Tauri-Modus bleibt der vorhandene Browserparser als Fallback aktiv.
Es gibt keinen Upload von Importdateien an externe Dienste und keine Telemetrie.
Die freigegebenen externen Anwendungs-APIs sind die unten beschriebene,
manuell ausgelöste NVD-CVE-Anreicherung sowie das ausdruecklich konfigurierte
Work-LiteLLM fuer AI Overview. Das lokale Backend bindet standardmäßig nur an 127.0.0.1.
Eine Freigabe im Firmennetz ist erst mit HTTPS, Authentifizierung und
Berechtigungen in Phase 14 zulässig.
CSV, JSON, XML, HTML und Excel werden über dieselbe plattformneutrale Importengine verarbeitet. Im Backend stellt jsdom die lokale HTML-/XML- Dokumentstruktur bereit. Skriptausführung ist nicht aktiviert; aktive HTML-Elemente werden vor der Tabellenauswertung entfernt. Umfangreiche oder tief verschachtelte HTML-Berichte verwenden automatisch eine begrenzte, nicht rekursive Tabellenextraktion. Excel-Formeln werden nicht ausgewertet; verschlüsselte Archive und eingebettete VBA-Projekte werden abgewiesen. Spreadsheet-orientierte CSV-Exporte neutralisieren formelaktive Zellanfänge.
PurpleKnight-Berichte
Workbook-Zusammenfassungen werden mit der generischen Tabellenextraktion
kombiniert, nicht anstelle der Indikatoren verarbeitet. HTML liest ausschließlich
inert eingebettete, begrenzte Datenobjekte aus lexikalisch erkannten
window.reportJSON- und window["Category_n"]-Zuweisungen. Zeichenketten,
Kommentare, HTML-Attribute und andere Raw-Text-Elemente sind keine Datenquellen.
Beschädigte Objekte, fehlende native IDs und konkurrierende Zuweisungen werden
abgewiesen. Wiederholte IDs und abweichende native Ergebnis-/Detailzähler
erzeugen Warnungen ohne stilles Verwerfen von Vorkommen. Null-Details ohne
Ergebnisse und ausdrücklich deklarierte leere Berichte bleiben zulässig.
Originalwerte, vollständige Zeitstempel, unbekannte Felder und native Quellpfade
bleiben erhalten; Summary und Berichtskontext sind von Findings getrennt.
Es entstehen keine neuen Ausführungs-, Netzwerk- oder Datenbankrechte.
Strukturtreue bei PingCastle
XML-Attribute werden als separate Originalwerte mit exakten Quellpfaden geführt;
ausdrückliche Leere wird nicht als nicht erhoben interpretiert. Lexikalische
HTML-Auswertung respektiert zitierte Attribute und Raw-Text-Grenzen, sodass
Tooltip-Markup weder zu scheinbaren Tabellen noch zu Zelltext wird. Aktive
Attribute werden nur als vollständige Tag-Attribute entfernt. Fehlende native
Rule IDs, Dubletten und abweichende deklarierte Trefferzahlen besitzen explizite
Diagnosen; ein angekündigter, aber nicht lesbarer Befundbestand darf nicht als
erfolgreicher Nullbefund gelten. Regeln und Originalzähler bleiben getrennt.
Diese Änderung öffnet keine aktive HTML-, Netzwerk- oder Persistenzberechtigung.
Details und Grenzen: docs/IMPORT_SECURITY_LIMITS.md.
Eingebettete Maester-Berichtsdaten
Maester-HTML kann neben JSON ein minifiziertes JavaScript-Objektliteral enthalten.
Der Quellenextractor liest daraus ausschließlich statische Daten: Objekte, Arrays,
Zeichenketten (auch mehrzeilig ohne Interpolation), endliche Zahlen, Boolean und
Null sowie die festen Boolean-Schreibweisen !0/!1. Er führt keinerlei Code aus.
Aufrufe, Variablenzugriffe, Getter, Spread, berechnete Schlüssel, doppelte Schlüssel
und Template-Interpolation werden abgewiesen. Die Grenzen und Regressionen sind in
docs/IMPORT_SECURITY_LIMITS.md beschrieben. Importierte Skripte bleiben inaktiv;
es gibt keine neue Netzwerk-, Shell- oder Tauri-Berechtigung.
Verweisziele aus Berichten
Berichte führen fachlich notwendige Belegstellen als Verweise mit (Purple
Knight: Abschnitt „References"; PingCastle: Dokumentationslisten). Das Attribut
href wurde bis zur Freigabe vom 2026-07-26 pauschal entfernt, wodurch diese
Belegstellen verlorengingen.
Seither gilt eine engere Regel statt einer pauschalen Entfernung:
- Erhalten bleibt
hrefausschließlich an einem Anker und ausschließlich alshttp:- oderhttps:-Adresse ohne Leerzeichen, Anführungszeichen oder spitze Klammern. - Jedes andere Schema (
javascript:,data:,file:,vbscript:und alle weiteren) sowiexlink:hrefwerden weiterhin entfernt und gezählt. - Alle übrigen aktiven Attribute (
on*,src,srcdoc,action,formaction) und aktiven Elemente werden unverändert entfernt. - Der übernommene Wert wird normalisiert neu geschrieben und maskiert; Textinhalt von Zellen mit Verweisen wird ebenfalls maskiert, damit ein Bericht kein eigenes Markup einschleusen kann.
- Excel führt Verweisziele nicht im Zelltext, sondern als Eigenschaft der Zelle. Sie unterliegen derselben Prüfung. Das Format kennt höchstens ein Ziel je Zelle.
- Die Darstellung prüft in
RichTextValue.safeHrefein zweites Mal und rendert Verweise ausschließlich mittarget="_blank"undrel="noopener noreferrer".
Regressionen: tests/importers/html-importer.test.ts (Web-Adresse bleibt,
javascript:, data: und file: verschwinden, eingeschleustes Markup wird
maskiert), tests/importers/excel-importer.test.ts (Zellverweis wird
übernommen, Skriptschema nicht), tests/server/node-import-engine.test.ts
(Ereignisattribute fallen weiterhin heraus).
API-Sicherheitsgrenze
- Alle Endpunkte sind unter
/api/v1versioniert. - Browser-App und API werden vom gleichen Ursprung ausgeliefert; der Server setzt keine CORS-Freigabe.
- Schreibzugriffe verlangen
X-Assessor-Request: 1und weisen fremdeOrigin-Header ab. - Antworten setzen CSP,
nosniff,DENYfür Frames,no-referrerund eine Same-Origin-Ressourcenrichtlinie. - API-Fehler enthalten eine Request-ID, aber keine internen Stacktraces.
- Das Audit-Log speichert nur Zeitpunkt, Methode, Pfad, Status, Dauer, Request-ID und gegebenenfalls einen Fehlercode, niemals Datei- oder JSON-Inhalte.
- Quelldateien sind auf 100 MiB begrenzt; Base64-JSON-Anfragen auf 140 MiB und Importstapel auf 50 Dateien. Tabellen-, Zeilen-, Spalten-, Zell-, Markup-, JSON- und ZIP-Grenzen werden vor und nach dem formatspezifischen Parsing geprüft.
- Der Server verarbeitet Parseraufträge in isolierten Workern mit standardmäßig 30 Sekunden Laufzeit, 512 MiB Old-Generation-Speicher, zwei parallelen Aufträgen sowie einer begrenzten Warteschlange.
- Dateiendung, deklarierte Größe, Base64-Form und tatsächliche Byteanzahl werden vor dem Parsing geprüft. Große Base64-Zeichenfolgen werden iterativ validiert, damit die API-Prüfung selbst keinen JavaScript-Stacküberlauf erzeugt.
Externe NVD-CVE-Anreicherung
- Ein Import löst niemals selbst einen externen Netzwerkzugriff aus. Die
Anreicherung wird je bereits gespeichertem Defender-for-IoT-CVE bewusst über
POST /api/v1/cves/:cveId/enrichgestartet. - Nur das Backend verbindet sich mit dem fest codierten Ursprung
https://services.nvd.nist.gov/rest/json/cves/2.0; die Browser-App bleibt auf der Same-Origin-API. Benutzerkontrollierte Ziel-URLs werden nicht abgerufen. - Zulässig sind ausschließlich normalisierte CVE-IDs. Vor dem Abruf muss die ID von einem gespeicherten Defender-for-IoT-Finding referenziert werden, sodass der Endpunkt nicht als allgemeiner externer Proxy verwendet werden kann.
- Antworten besitzen ein 8-MiB-Limit und ein konfigurierbares Timeout. Es werden
nur normalisierte öffentliche CVE-Felder gespeichert; optionale NVD-API-Keys
kommen ausschließlich aus
NVD_API_KEY, werden nicht persistiert, zurückgegeben oder protokolliert. - Von NVD gelieferte Referenzziele gelten als nicht vertrauenswürdig. Es werden
nur
http:/https:-Adressen übernommen und mittarget="_blank"sowierel="noreferrer"gerendert.
Externes Work-LiteLLM fuer AI Overview
- AI Overview ist ohne
ASSESSOR_AI_MODE=litellmdeaktiviert. URL, Modellalias und Bearer-Key kommen ausschliesslich aus der Backendumgebung und werden nie an den Browser, Exporte, Persistenz oder Logs weitergegeben. - Eine externe Anfrage entsteht nur nach ausdruecklichem Generate/Regenerate.
Uebertragen wird ausschliesslich der bestehende versionierte
resultsToPrivacySafeExportJson-Inhalt des vollstaendigen aktiven Timeslots; Rohdateien, Reviews, Quelltabellen, Storage Keys und nicht freigegebene Environmentfelder bleiben lokal. - Der konfigurierte Ursprung muss HTTPS verwenden, darf keine Credentials, Query, Fragmente oder Loopbackadresse enthalten und kann nicht ueber die API beeinflusst werden. Redirects sind verboten; Timeout und Antwortgroesse sind begrenzt.
- Assessmentwerte bleiben nicht vertrauenswürdige Daten. Modellantworten werden als inertes JSON geparst und lokal gegen Schema, Laengen, Quell-IDs, Environment-Properties und direkte E-Mail-/IP-Identifier geprueft. React rendert ausschliesslich Text, kein HTML oder Markdown.
- Persistiert werden nur Laufmetadaten und ein erfolgreich validiertes Endergebnis. Prompts mit Assessmentdaten, Chunk-Zwischenergebnisse und Providerantworten werden nicht aufbewahrt. Fehlgeschlagene Calls werden nicht automatisch kostenpflichtig wiederholt.
- Das Ergebnis ist beratend und kann weder Score, Finding, Review, Accepted Risk noch Importdaten veraendern. Weitere Details stehen in docs/AI_OVERVIEW_SECURITY.md.
Batchimport-Grenze
Mehrdateiimporte verwenden eine serverseitige Vorschau mit eindeutiger Batch- und Eintrags-ID. Der Abschluss enthält nur die ausgewählten IDs, SHA-256-Werte und Dateimetadaten; das Backend gleicht sie gegen die von ihm selbst geparste Vorschau ab. Geänderte, unbekannte, verdrängte oder nach 15 Minuten beziehungsweise einem Neustart abgelaufene Auswahlen werden vor jeder Persistenz abgewiesen. Der Vorschaucache ist zusätzlich auf 10 Batches und 256 MiB Quelldaten begrenzt.
Maximal 50 Dateien werden pro Vorschau akzeptiert. Jede Datei wird unabhängig verarbeitet, damit ein Parserfehler kontrolliert als einzelne Fehlerzeile erscheint. Erst die bestätigte Auswahl wird in ein kanonisches Modell überführt. Projekt, Assessment, Scan-Lauf, Dateien, Tabellen, Findings, Evidenz, Diagnosen und Fingerprint-Historie werden gemeinsam in einer Repository- beziehungsweise PostgreSQL-Transaktion gespeichert.
SHA-256 wird aus den tatsächlichen Bytes berechnet. Die Datenbank speichert nur Fingerabdruck und Metadaten, nicht noch einmal den Dateiinhalt. Im Browserfallback liegt diese Historie nur im lokalen Browser-Speicher und ist daher keine Mehrbenutzersicherheits- oder Persistenzgarantie.
PostgreSQL-Grenze
Ist ASSESSOR_DATABASE_URL gesetzt, verwendet das Backend PostgreSQL. Ohne URL
läuft der ausdrückliche In-Memory-Entwicklungsmodus. Eine konfigurierte, aber
nicht erreichbare Datenbank verursacht einen Startfehler; es gibt keinen stillen
Fallback mit möglichem Datenverlust.
- SQL-Werte werden ausschließlich über PostgreSQL-Parameter übergeben.
- Fremdschlüssel, Checks und Eindeutigkeitsregeln sichern Beziehungen zusätzlich zum kanonischen Modellvalidator.
- Ein Import verwendet genau eine Poolverbindung und eine Datenbanktransaktion.
- Die globale Repository-Revision wird
FOR UPDATEgesperrt und verhindert das Überschreiben zwischenzeitlicher Änderungen. - Migrationen werden per Advisory-Lock serialisiert, transaktional ausgeführt und mit SHA-256-Prüfsumme protokolliert.
- Bereits angewandte Migrationen dürfen nicht verändert werden.
- Die Docker-Entwicklungsdatenbank veröffentlicht PostgreSQL nur auf
127.0.0.1. - TLS darf nur für lokale Loopback-Ziele deaktiviert werden. Für entfernte Datenbankziele ist TLS standardmäßig erforderlich.
- Datenbank-URLs und Passwörter werden nicht protokolliert und
.env.postgreswird nicht versioniert.
Originaldateien werden aktuell nicht als separate Serverartefakte aufbewahrt. Das kanonische Modell kann eine Quelle ausdrücklich als eingebettet, extern oder nicht aufbewahrt kennzeichnen. Backupdateien benötigen gesonderten Zugriffsschutz und ein in Phase 14 festzulegendes Aufbewahrungs- und Löschkonzept.
Tauri-Grenzen
- Die Desktop-Capability enthält ausschließlich
core:default. - Die Produktions-CSP erlaubt keine Verbindung zum Vite-Entwicklungsserver.
- HTTP-, WebSocket-, Shell- und Dateisystem-Plugins sind nicht aktiviert.
- Tauri bleibt eine optionale Hülle und enthält keine neue Fachlogik.
Abhängigkeiten
xlsx@0.18.5 bleibt wegen der bestehenden Kompatibilitätsanforderung vorerst
gebunden und wird lokal mit deaktivierter Formel- und VBA-Verarbeitung
eingesetzt. jsdom wird ausschließlich als lokaler, nicht skriptausführender
Markupadapter verwendet. pg@8.22.0 stellt den parametrierten PostgreSQL-Pool
bereit. npm audit und npm audit --omit=dev melden im verifizierten
Abschlussstand keine bekannten Schwachstellen. Nicht vertrauenswürdige Dateien
bleiben unabhängig davon eine Eingabegrenze.
Regressionstests
npm test führt Modul-, Server-, Parser-, API-, Migrations- und
Repositorytests sowie tests/local-only-check.mjs aus. Die Architekturprüfung
erlaubt Browser-fetch nur im gekapselten Same-Origin-API-Client und prueft die
freigegebenen Backendclients fuer NVD sowie das explizite HTTPS-Work-LiteLLM; sie verhindert
CORS-Freigaben, zusätzliche Netzwerkpfade,
externe Assets, erweiterte Tauri-Rechte und Datenbankzugriffe aus React-Modulen.
Der PostgreSQL-Integrationstest verwendet eine ausdrücklich gesetzte
ASSESSOR_TEST_DATABASE_URL. Im verifizierten Abschlusslauf wurde eine
isolierte PostgreSQL-16-Instanz verwendet. Zusätzlich wurden ein Custom-Format-
Backup mit pg_dump, ein Restore in eine getrennte Datenbank und die enthaltene
Migrations- und Profildatenstruktur geprüft.
Die verbindlichen Import- und Workergrenzen sowie die geprüften Fehlerfälle sind in docs/IMPORT_SECURITY_LIMITS.md dokumentiert.